Imperium

Aus Vergangener Zeit

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Beitragvon Silver » Mittwoch 28. Februar 2007, 17:29

Kennt hier jemand das Buch "Imperium" von Robert Harris ?

Zur story:
Ein unbekannter junger Anwalt - hochintelligent, sensibel und enorm ehrgeizig - betritt das Zentrum der Macht. Er hat nur ein Ziel: Er will nach ganz oben. Der Fall eines Kunstsammlers, der vor der Willkür eines skrupellosen und gierigen Gouverneurs fliehen muss, kommt ihm da gerade recht. Der Gouverneur hat einflussreiche und gefährliche Freunde im Senat, und sollte der Anwalt den Fall gewinnen, würde er die gesamte alte Machtclique zerschlagen. An die Niederlage wagt er nicht zu denken, sie könnte ihn das Leben kosten. Eine einzige Rede kann über sein Schicksal und die Zukunft einer Weltmacht entscheiden, doch seine gefährlichste Waffe ist das Wort. Die Weltmacht am Scheideweg ist Rom. Der Name des jungen Anwalts ist Marcus Tullius Cicero, Außenseiter, Philosoph, brillanter Redner und der erste Politiker modernen Stils.


Lohnt es sich zu lesen? Auf jeden Fall hört es sich spannend an, aber ich will nochmal sicher gehen, bevor ich noch mal einen Fehlkauf mache :grinsking:

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Beitragvon Silver » Freitag 9. März 2007, 16:37

Kennt keiner das Buch, oder hab ich was falsches gesagt? :confused:
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Beitragvon Leila2002 » Samstag 17. März 2007, 16:09

Ich kenne es zwar, habe es aber noch nicht gelesen.
Doch der Inhalt hört sich wirklich sehr gu an.
Wenn du dir nicht sicher bist, dann leihe dir es erst mal in der Bibliothek aus. Da kannste nichts falsch machen. ;-)
:star: Lisa Simpson: "Ich bin die Eidechsenkönigin!" :star:
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Beitragvon Silver » Samstag 17. März 2007, 20:03

Hatte ich auch vor, das Buch war aber vergriffen.
Naja, hab leider sowieso keine Zeit um was richtiges zu lesen. Aber wie es aussieht, werde ich es mir bei der nächsten Gelegnheit kaufen.
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Dienstag 3. Juli 2007, 13:51

Ich hab es gelesen und da mich Cicero sowieso schon seit langem interessiert, war es sozusagen eine Pflichtlektüre. Wie man von Harris erwarten darf, ist es (weitestgehend, ein bisschen zurechtgebogen hat er schon) fundiert geschrieben und dabei unterhaltsam, vor allem die Gestalt des Ich-Erzählers ist sehr sympathisch.

Das Buch hat nur einen großen Haken: Es endet viel zu früh, nämlich mit der Wahl Ciceros zum Konsul. Keine Rede mehr vom späteren Mordanschlag durch Catilina (obgleich dieser eine wichtige Rolle spielt) und erst recht nicht von Ciceros Tod. Warum, frage ich mich - denn Tiro, sein Privatsekretär, erzählt den Roman rückblickend viele Jahre nach Ciceros Ableben und es wäre doch viel logischer, eine komplette Biographie abzuliefern. Wenn man nicht schon einiges über Cicero gelesen hat, bleiben nach der Lektüre also viele Fragen offen, wie sein Schicksal weiterverlaufen ist.
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Beitragvon Holger » Donnerstag 5. Juli 2007, 16:06

Vielleicht soll es ja noch einen zweiten Teil geben?
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Donnerstag 5. Juli 2007, 16:28

Holger hat geschrieben:Vielleicht soll es ja noch einen zweiten Teil geben?
Davon ist nach dem sehr offenen Ende auszugehen, aber es wäre doch deutlich besser, das irgendwo im Klappentext auch anzukündigen - denn ansonsten kauft man es sich mit der Erwartung einer vollständigen Biographie Ciceros und dann wird man unweigerlich enttäuscht, weil der spannendste Teil fehlt.
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Beitragvon Silver » Donnerstag 5. Juli 2007, 19:44

Ja, das Ende hat mich ebenfalls sehr enttäuscht. Ich hoffe echt auf einen weiteren Teil...
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Obwohl der Roman grundsätzlich "nur" um Politik handelt, wurde es nie Langweilig und an manchen Stellen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!
Auch die Ich-Perspektive, aus der sicht von Tiro war eine hervorragende Idee von Robert Harris, da Cicero sehr gut und lebendig aus der Sicht eines ihm eng
anvertrauten Mannes beschrieben wird.
Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der sich für diese Zeit interessiert und mal nicht unbedingt nur geballte Aktion lesen will :orange: .

Aber eine Frage habe ich noch! Das Wort "Ritter" wurde in diesem Roman sehr oft benutzt, aber stammt dieser Rang nicht aus dem späteren Mittelalter?
(Hoffentlich ist das keine dumme frage, da ich mich in diesem Bereich nicht sehr gut auskenne :ohhh: )

lg Silver
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Donnerstag 5. Juli 2007, 22:44

"Ritter" im alten Rom waren die "Eques" (von Pferd= equus), des 2. Standes nach den Senatoren. Ist natürlich ein ungewöhnlicher Begriff in Bezug auf Antike, jeder verbindet ihn mit dem Mittelalter. ;-)

Ich fand übrigens schade, dass keine Zeittafel beim Buch dabei war - denn nach dem, was ich gehört habe, hat Harris ein paar Sachen chronologisch verdreht bzw. zurechtgebogen.
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