Namen

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Barney G. » Donnerstag 2. Juni 2005, 13:39

TwoFaZe hat geschrieben:Am besten wäre es natürlich, wenn immer der Name zum Charakter der Person passt.

Also, daß ein bestimmter Name einen Charakter definiert, ist außerordentlich selten. Nur manche Vornamen verbinden wir mit bestimmten Verhaltensweisen oder Lebenseinstellungen. Vom sprichwörtlichen "dummen August" über "Manni, dem Mantafahrer" ist man schnell bei "Detlef, dem schwulen Friseur".
Hör ich zum Beispiel den Namen Waltraut, denke ich an meine diesen Namen tragende Mutter und an Walter ala Waltraut aus "Der bewegte Mann".
Und beide Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein :mrgreen:

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Beitragvon TwoFaZe » Donnerstag 2. Juni 2005, 14:23

Trotzdem wäre das "theoretisch" beste Möglichkeit. :mrgreen:

Die meisten Namen haben auch eine Bedeutung. Sei es, dass irgendein Name, für etwas steht, was diesen Menschen auszeichnen soll. Oh Gott, hoffentlich versteht jetzt einer, was ich damit sagen will. :roll:
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Beitragvon Eddy Baur » Dienstag 22. November 2005, 16:34

Ich tue mich auch immer schwer mit deutschen Namen. Ich schreibe zur Zeit an einem Roman der eigentlich in Deutschland spielen soll. Nur mir fallen keine gute, passende Namen ein. Ich finde es hört sich irgendwie blod an wenn eine Schlüsselfigur mit dem Namen "Horst Schmitz" oder "Sebastian Dietrich" rumläuft.

Und Sachen wie Ortsbeschreibungen etc. gehen bei mir viel schneller wenn die Story in anderen ländern als Deutschland spielt. Was wohlmöglich zurückzuführen ist, dass ich im Fernseh viel Horror / Thriller etc gucke, die aus Amerika kommen.
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Beitragvon kingdom » Dienstag 22. November 2005, 19:08

In meinem Fantasy Projekt hab ich einen Heinrich und einen Hartmod :lol:
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Beitragvon Nimrod » Dienstag 22. November 2005, 19:56

Ich benutze eigentlich gerne Namen, die man nicht genau zuordnen kann. Robert, Michael, Richard usw. Da kann sich der Leser dann selber aussuchen, wo er die Geschichte ansiedelt, weil ich eigentlich selten Ortsnamen oder Lage angebe...

Und bei meinen Fantasystories überleg ich mir ganz einfach eigene Namen...
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Beitragvon Bangor » Mittwoch 23. November 2005, 08:37

Auf mich wirkt es immer ein wenig unfähig, wenn Autoren nicht in der Lage sind, ihr eigenes Land zu beschreiben.
Es ist unweigerlich abgedroschen, wenn die Storys in Amerika spielen. Schließlich kennen die meisten Schreiber dieses Land nur aus dem Fernsehen.
Also übernehmen sie Stil und Eindruck aus den Medien oder anderen Büchern.
Tut mir Leid, aber wer so beeinflusst ist, dass ihm deutsche Namen in einer Geschichte schon komisch vorkommen, kann mich nicht mehr groß beeindrucken. Wo sind da noch die eigenen Ideen?
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Beitragvon Anke Sky » Samstag 26. November 2005, 00:02

Ich habe früher auch immer englische Namen verwendet, wie Bangor sagte, war ich beeinflusst vom Fernsehen, amerikanischen Romanen und Filmen. Es stimmt schon, dass mir persönlich die meisten englischen Namen besser gefallen als die Deutschen, aber inzwischen lasse ich meine Geschichten in, zugegeben meist anonymen, Orten in Deutschland spielen. In meinem Kopf hab ich da meistens Orte, an denen ich schon war und die ich mir gut vorstellen kann. Ab und zu vergebe ich auch deutsche Straßennamen. Für die Namen meiner Charaktere nehme ich heute, wenn ich was schreib, meist deutsche Namen oder Namen, die es durchaus in Deutschland geben könnte. Heutzutage sind ja auch ausländisch klingende Namen in Deutschland nicht mehr unüblich. Ich lebe halt nun mal hier in Deutschland und es gibt immer noch die Möglichkeit, bei der einen oder anderen Figur einen englischen Namen zu nehmen, ein Elternteil war halt dann Engländer oder so, etwa in der Art. Und dann gibt es durchaus auch Namen, die, wie ich finde, auch in deutsch ganz gut klingen, ist natürlich wieder Geschmackssache. Aber so handhabe ich das (obwohl manche Namen durchaus aus dem Englischen kommen, wie z.b. Abkürzungen wie Annie oder Joey etc., aber eine Annie kenne ich z.B. und die ist Deutsche.) :nice:
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Beitragvon Sachmet_Atropos » Samstag 11. November 2006, 15:37

Ich hab zuerst angefangen, meinen Figuren englische Namen zu geben und das ganze dann auch in Amerika spielen zu lassen... mittlerweile krieg ich damit aber ein Problem. Erstens weil ich mich mit den räumlichen Gegebenheiten in Amerika überhaupt nicht auskenne. Hab deshalb eine Stadt erfunden, das blöde ist nur dass da Neubaublöcke stehn und so ansonsten eigentlich auch alles ziemlich Deutsch-Stadt-mäßig aussieht... schon sehr lächerlich...
Zweitens passen die Figuren da gar nicht rein mit ihren Ami-Namen, wenn ich jetzt ne deutsche Stadt erfinde oder irgendeine beschreibe, die ich kenne...weil ich will auf Neubaublöcke auf gar keinen Fall verzichten!!! Und auch nicht über Orte schreiben von denen ich kein Ahung habe wie sie aussehen... Find aber auch, das deutsche Namen irgendwie komisch klingen. Werde jetzt trotzdem die Namen meiner Figuren ändern weil mir im Alltag Namen wie Sarah, Steffi oder Robert auch nicht komisch vorkommen....warum ist das nur so verflixt schwierig?
Na ja jedenfalls finde ich es absolut dämlich, wenn man z.B. was schreibt, was in Deutschland spielt und alle Figuren haben englische Namen... weil es einfach unglaubwürdig ist :)
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Beitragvon stephy » Samstag 25. November 2006, 17:38

ich war früher auch auf dem ami-trip, hab mir das aber relativ schnell abgewöhnt. das hängt auch damit zusammen, was man selbst für bücher liest, finde ich. liest man viel amerikanische literatur, neigt man auch dazu, seine eigenen personen amerikanisch zu betiteln. mein leseverhalten hat sich gewandelt. :)
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Re: Deutsche Namen

Beitragvon Woerterschmied » Mittwoch 29. November 2006, 17:58

Cat hat geschrieben:in englischsprachigen büchern klingen die namen immer authentisch.in deutschen büchern klingen sie meist so konstruiert.
also ich hatte immer total probleme, meine figuren zu benennen.


ja, das problem kenn ich auch. nenn meine figuren meistens deutsch zb friedrich, wilhelm oder etwas was sich noch deutsch anhört zb hebräische wie samuel oder benjamin oder cornelia.

ich schreib aber meistens über menschen, die gar nichts reeles mehr an sich haben (so wie beim kleinen prinzen) und da nehm ich schon richtige kunst namen wie BlueBerry oder Adian. meist alle ohne nachname oder teilweise werden diese auch nur er und sie genannt.
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Beitragvon forsakingmax » Mittwoch 29. November 2006, 18:54

ich schreib aber meistens über menschen, die gar nichts reeles mehr an sich haben [...] meist alle ohne nachname oder teilweise werden diese auch nur er und sie genannt.


Das klingt aber nicht gerade nach interessanten und tiefgehenden Charakteren.
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Beitragvon Woerterschmied » Mittwoch 29. November 2006, 19:17

forsakingmax hat geschrieben:Das klingt aber nicht gerade nach interessanten und tiefgehenden Charakteren.

doch gerade dadurch, dass sie totale randerscheinungen sind, sollen sie zum nachdenken anregen.

ich denke, dass man sachen umso besser darstellen kann, umso mehr man sie entfremdet.
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Beitragvon stephy » Freitag 1. Dezember 2006, 23:29

da ist was wahres dran
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Beitragvon Woerterschmied » Samstag 2. Dezember 2006, 10:47

stephy hat geschrieben:da ist was wahres dran

kann ich das als zustimmung auffassen?

genau wie bei faust, gerade, dass er mit dem teufel spricht und durch raum und zeit reist, wirkt er doch gerade menschlich, oder nicht?
"Ein Schriftsteller ist ein Mensch, der seinem Verstand beigebracht hat, sich unanständig zu benehmen." (Michael Noonan, aus "Sara")
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Beitragvon forsakingmax » Samstag 2. Dezember 2006, 13:27

genau wie bei faust, gerade, dass er mit dem teufel spricht und durch raum und zeit reist, wirkt er doch gerade menschlich, oder nicht?


Weil jemand mit dem Teufel spricht und durch raum und Zeit reist wirkt wer menschlich? Also für mich sicher nicht.
Für mich wirkt jemand menschlich, wenn er ähnlich handeln würde wie ich, wenn er nachvollziehbare entscheidungen trifft.
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